Mittwoch, 22. Mai, 2024
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Stadt Zürich plant in Seebach ein Hochhaus fürs Alter

Die Stadt Zürich kann Pläne für ein Gesundheitszentrum und Alterswohnungen in Seebach erarbeiten: Der Gemeinderat hat am Mittwoch für die Projektierung eines 70-Meter-Hochhauses einen Kredit von 14,4 Millionen Franken genehmigt.

Der Kredit wurde vom Gemeinderat mit 118 Ja-Stimmen und einer Gegenstimme klar bewilligt. Beim Projekt handelt es sich um ein gemeinsames Vorhaben der Stadt Zürich und der Stiftung Alterswohnungen (SAW). Die Stadt will ein Gesundheitszentrum für das Alter mit 96 Einzelzimmern schaffen, die Stiftung beabsichtigt den Bau von rund 130 Alterswohnungen.

Die Kooperation ermögliche es, in betrieblichen Belangen wie Hauswartung und Lingerie Synergien zu nutzen, hatte der Stadtrat seinen Antrag begründet. Die direkte Nachbarschaft von Gesundheitszentrum und Alterswohnungen bringe auch den Bewohnerinnen und Bewohnern einen grossen Mehrwert, etwa bei den Dienstleistungen.

70 Meter hohes Hochhaus

Gebaut werden sollen die Alterswohnungen und das Zentrum in einem Teilgebiet auf dem rund 65’000 Quadratmeter grossen Areal Thurgauerstrasse in Zürich-Seebach. Hier entsteht in den nächsten Jahren nach Plänen der Stadt ein neues durchmischtes Quartier mit Wohnungen, Gewerbe und Quartierräumen sowie eine bereits im Bau befindliche Schulanlage.

Das Zentrum und die Alterswohnungen werden dabei gemeinsam in einem 70 Meter hohen Hochhaus untergebracht, das im Süden des Areals auf dem Teilgebiet A zwischen Thurgauer-, Eisfeld- und Grubenackerstrasse auf rund 5000 Quadratmetern geplant ist. In den unteren Etagen des Neubaus sind Räume zur gemeinsamen Nutzung vorgesehen.  

Übersicht Gestaltungspläne Areal Thurgauerstrasse Zürich-Seebach

Quelle: Stadt Zürich

Übersicht von 2022 zu den Gestaltungsplänen auf dem Areal Thurgauerstrasse. Das 70 Meter hohe Hochhaus mit Gesundheitszentrum und Alterswohnungen ist unten auf dem Teilgebiet A geplant.

Öffentlicher Zugang zum Dachgeschoss

Der Stadtrat erhielt vom Gemeinderat ausserdem einen Zusatzauftrag: Er soll prüfen, ob das Dachgeschoss des Hochhauses öffentlich zugänglich gemacht werden kann. Der Gemeinderat stellte sich mit 76 Ja- zu 43 Nein-Stimmen hinter ein entsprechendes Postulat von FDP und SP.

Denn gemäss den geplanten neuen Hochhausrichtlinien soll bei Gebäuden mit einer Höhe von mehr als 60 Metern das Dachgeschoss oder eines der obersten Geschosse eine publikumsorientierte Nutzung aufweisen müssen. Die Stadt mit ihrer Vorbildfunktion soll diese Forderung schon jetzt umsetzen, fand die Mehrheit.

Der vom Gemeinderat bewilligte Projektierungskredit von 14,4 Millionen Franken ist zweigeteilt. 8,7 Millionen davon übernimmt die Stadt (60 Prozent). Die restlichen 5,7 Millionen Franken (40 Prozent) steuert grundsätzlich die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich bei – sollte es aber zu einem von ihr unverschuldeten Projektabbruch kommen, übernimmt die Stadt die aufgelaufenen Kosten. (pb/mgt/sda)

Areal Thurgauerstrasse in Zürich-Seebach

Quelle: Google Maps

Blick auf das langgezogene Areal Thurgauerstrasse in Zürich Seebach, das rund 65’000 Quadratmeter umfasst. 

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