Der Digitale Produktpass (DPP) gewinnt weiter an Bedeutung. Während das Thema in der Bau- und Immobilienbranche bislang häufig als zukünftige regulatorische Anforderung wahrgenommen wurde, erhält es nun deutlichen Rückenwind aus der öffentlichen Hand: Die KBOB hat kürzlich ein Grundlagenpapier zum Digitalen Produktpass veröffentlicht und darin konkrete Empfehlungen an die öffentliche Beschaffung formuliert.
Diese Einordnung ist bemerkenswert. Denn sie zeigt, dass der DPP nicht nur aus europäischer Regulierung oder aus Initiativen der digitalen Bauwirtschaft heraus entsteht, sondern zunehmend auch hier in der Schweiz als relevantes Instrument für Beschaffungsprozesse, Transparenz und Nachhaltigkeit verstanden wird.
Was empfiehlt die KBOB konkret?
Im veröffentlichten Grundlagenpapier positioniert die KBOB den Digitalen Produktpass als zentrales Element für eine zukunftsfähige Bau- und Beschaffungspraxis. Im Fokus stehen dabei insbesondere:
- Strukturierte und standardisierte Produktdaten, die über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks verfügbar sind
- Maschinenlesbare Informationen, die in digitale Planungs- und Bewirtschaftungsprozesse integriert werden können
- Eine frühzeitige Berücksichtigung des DPP in Ausschreibungen und Beschaffungsvorgängen
- Der Beitrag des DPP zu Transparenz, Kreislaufwirtschaft und nachhaltigem Bauen
Das Grundlagenpapier der KBOB steht öffentlich zur Verfügung und bietet eine vertiefte fachliche Einordnung für alle, die sich detailliert mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Ein Blick in das Originaldokument lohnt sich insbesondere für Hersteller und Planer, die mit öffentlichen Auftraggebern zusammenarbeiten oder sich strategisch auf kommende Anforderungen vorbereiten wollen.
Ein wichtiges Signal für Hersteller und Planer
In Gesprächen mit Herstellern, Planern und weiteren Marktteilnehmern zeigt sich immer wieder eine gewisse Zurückhaltung gegenüber dem Digitalen Produktpass. Häufige Fragen sind: Betrifft der DPP nur die EU?, Wie dringend ist das Thema wirklich? oder Wann lohnt sich der Einstieg?
Die Empfehlungen der KBOB liefern hier eine klare Orientierung. Sie unterstreichen, dass der Aufbau DPP-fähiger Produktdaten nicht als isolierte Zusatzaufgabe zu verstehen ist, sondern als strategische Vorbereitung auf zukünftige Anforderungen des Schweizer Marktes – insbesondere dort, wo öffentliche Auftraggeber involviert sind.
Einordnung aus Sicht von buildup
Bei buildup beschäftigen wir uns seit Längerem mit der Frage, wie Produktdaten so aufbereitet werden können, dass sie den steigenden Anforderungen aus BIM, Nachhaltigkeit und nun auch dem Digitalen Produktpass gerecht werden.
Die Kommunikation der KBOB bestätigt unsere Einschätzung:
Der Digitale Produktpass kommt nicht plötzlich, sondern entwickelt sich schrittweise. Genau darin liegt die Chance für Hersteller, jetzt in einem kontrollierten Rahmen erste Schritte zu machen, Erfahrungen zu sammeln und die eigene Datenbasis gezielt weiterzuentwickeln.
Dabei ist klar: Es gibt keinen Einheitsansatz. Ausgangslage, Produktportfolio und Zielmärkte unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller.
Jetzt ins Gespräch kommen und gemeinsam vorangehen
Mit dem Grundlagenpapier zum Digitalen Produktpass macht die KBOB eine deutliche Aussage zum Schweizer Markt. Der DPP entwickelt sich vom abstrakten Zukunftsthema hin zu einem konkreten Bestandteil moderner Bau- und Beschaffungsprozesse.
buildup versteht sich dabei als Lösungspartner: Wir unterstützen Hersteller dabei, den Digitalen Produktpass pragmatisch, schrittweise und angepasst an ihre individuellen Bedürfnisse anzugehen – ohne unnötige Komplexität, aber mit Blick auf langfristige Anforderungen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer DPP-Landingpage.
Wir laden Sie ein:
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Der Dialog ist entscheidend, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Wir freuen uns auf den Austausch.


