Die Bauindustrie steht vor einer Zäsur. Jahrzehntelang waren ihre Prozesse von analogen Abläufen geprägt: Kataloge in Papierform, Ausschreibungen per Fax oder E-Mail, Planungen auf dem Zeichenbrett und später in isolierten CAD-Systemen. Heute verlagert sich all das in digitale Plattformen, Datenbanken und cloudbasierte Ökosysteme. Für viele Bauprodukte-Hersteller bedeutet dieser Wandel eine fundamentale Herausforderung – und zugleich eine grosse Chance.
Die typische Ausgangslage
Man stelle sich einen mittelständischen Hersteller von Türen und Fenstern vor. Über Jahrzehnte war das Unternehmen erfolgreich, mit einem eingespielten Vertriebsteam, gedruckten Katalogen und engen Beziehungen zum Fachhandel. Doch plötzlich stellt ein grosser Architekturbüro die Frage: „Können Sie uns Ihre Produkte als BIM-Objekte zur Verfügung stellen?“ – eine Anfrage, die intern zunächst für Ratlosigkeit sorgt. Denn die Produkte existieren zwar als technische Zeichnungen, aber nicht in einem standardisierten, digitalen Format. So wie diesem Hersteller geht es vielen Unternehmen in der Branche.
Warum fällt der Einstieg so schwer?
Die Gründe liegen auf der Hand: In vielen Firmen sind die Strukturen seit Jahrzehnten gewachsen und traditionell geprägt. Der Vertrieb war es gewohnt, mit Katalogen zu arbeiten und persönliche Kontakte zu pflegen. Digitale Datenmanagement-Prozesse hatten dort keinen Platz. Hinzu kommt die Unsicherheit angesichts der Vielzahl an Standards – BIM, ECLASS, ETIM, Ökobilanzdaten oder der kommende Digital Product Passport. Welche Richtung ist die richtige? Gleichzeitig ist das Produktportfolio oft komplex und variantenreich. Jede Tür, jedes Fenster, jede Sonderlösung müsste in digitale Daten überführt werden – eine Aufgabe, die ohne das richtige Know-how überwältigend wirken kann. Und nicht zuletzt steht die Sorge im Raum, dass digitale Transparenz den Wettbewerb verschärfen und zu stärkerem Preisdruck führen könnte.
Wenn nichts passiert
Doch die Realität ist: Wer den Schritt nicht geht, verliert schnell an Sichtbarkeit. Planer und Architekten arbeiten zunehmend mit BIM-Modellen und digitalen Ausschreibungstools. Fehlen die Daten eines Herstellers, landet sein Produkt schlicht nicht im Modell – und damit auch nicht im Projekt. Wettbewerber, die bereits digitale Daten liefern, sichern sich dagegen einen festen Platz im Entscheidungsprozess. Hinzu kommt der regulatorische Druck: Initiativen wie der Digital Product Passport oder die CSRD-Richtlinie machen digitale Daten in den nächsten Jahren verpflichtend. Unternehmen, die weiter zögern, geraten also nicht nur ins Hintertreffen, sondern riskieren auch den Verlust von Marktanteilen.
Die Vorteile der Vorreiter
Ganz anders sieht es für diejenigen aus, die den Schritt bereits gewagt haben. Ein Hersteller, der seine Daten digital aufbereitet hat, wird automatisch in BIM-Systemen und Ausschreibungsplattformen sichtbar. Architekten können Produkte mit wenigen Klicks in ihre Planung integrieren. Das spart Zeit und schafft Vertrauen. Wer zusätzlich noch Nachhaltigkeitsnachweise integriert, zeigt Kompetenz und Verantwortung und hebt sich vom Wettbewerb ab. Die zentrale Datenhaltung erleichtert zudem die interne Arbeit – Anfragen lassen sich schneller beantworten, Fehler reduzieren sich, Prozesse werden effizienter. Vor allem aber entsteht ein direkter Draht zu den Entscheidern im Bauprozess: Hersteller sind nicht mehr nur über den Handel präsent, sondern rücken in die digitale Planungsebene vor.
buildup als Wegbereiter
Genau hier setzt buildup an. Seit mehr als zehn Jahren begleitet die buildup AG Hersteller von Bauprodukten auf ihrem Weg in die digitale Welt. Ein Beispiel: Der eingangs erwähnte Türen- und Fensterhersteller entscheidet sich, seine Daten mit buildup aufzubereiten. Statt sich mühsam durch Normen und Schnittstellen zu kämpfen, erhält er eine klare Struktur und praxisorientierte Unterstützung. Aufbauend auf den relevanten Standards – von BIM über ECLASS und ETIM bis hin zu Ökobilanzdaten und DPP – sorgt buildup dafür, dass die Daten nicht nur vollständig, sondern auch kompatibel mit allen gängigen Plattformen sind. Über die buildup Plattform und buildup network erreichen die Produkte anschliessend direkt Architekten, Planer und Bauherren. Dank flexibler Lösungen, von einfachen Templates bis zu API-Anbindungen, gelingt die Integration reibungslos. Und weil Nachhaltigkeit im Fokus steht, können auch EPDs und Daten für Madaster eingebunden werden.
Fazit
Die Digitalisierung im Bauwesen ist kein fernes Zukunftsthema, sondern längst Realität. Hersteller, die noch zögern, laufen Gefahr, unsichtbar zu werden. Doch wer die Herausforderung annimmt, profitiert gleich doppelt: durch grössere Sichtbarkeit und durch effizientere, zukunftssichere Prozesse. Mit buildup an ihrer Seite müssen Hersteller den Weg nicht allein gehen. Stattdessen gewinnen sie einen erfahrenen Partner, der sie Schritt für Schritt begleitet – von der ersten Datenstruktur bis zur Sichtbarkeit in den entscheidenden Planungssystemen. So wird aus einem komplexen Problem eine klare Chance für nachhaltigen Erfolg.
Nehmen Sie unverbindlich mit buildup Kontakt auf und besprechen Sie mit uns Ihr Anliegen.


