StartNewsBauwirtschaftStudie: Städte wachsen weltweit zunehmend in die Höhe

Studie: Städte wachsen weltweit zunehmend in die Höhe

Immer mehr Menschen wohnen in Städten. Und damit wandelt sich auch die Art und Weise wie Metropolen wachsen: Eher in die Höhe als in die Breite. Das zeigt eine Studie eines US-Forschungsteams.

Rund 55 Prozent der Weltbevölkerung leben in einer Stadt, im Jahr 2030 dürf­ten es laut Prognosen der Vereinten Nationen rund 60 Prozent sein.

Mit der fort­schrei­ten­den Urbanisierung ver­än­dert sich auch das Wachstum der Städte rund um den Globus. Und es wer­den zuneh­mend Hochhäuser gebaut. So sind laut einer Studie der Universität von New Hampshire in den letz­ten drei Jahrzehnten welt­weit Städte immer mehr in die Höhe anstatt in die Breite gewach­sen. Besonders deut­lich macht sich die­se Entwicklung in sich rasant ent­wi­ckeln­den Regionen Asiens und Afrikas bemerk­bar.

Messungen zu 1550 Städten analysiert

Für die Studie wer­te­te das Team um Studienhauptautor Steve Frolking Messungen von Satelliten zu ins­ge­samt 1550 Städten aus. Dabei ging es vor allem Daten, die zei­gen, wie der Boden die elek­tro­ma­gne­ti­sche Strahlung reflek­tiert, wor­aus sich Rückschlüsse auf die Höhe der Bauten zie­hen las­sen. So berech­ne­ten die Wissenschaftler für die 1990er-Jahre, dass es auf sie­ben Prozent der Stadtflächen ein Höhenwachstum gege­ben hat, für die 2000er waren es neun Prozent. Und in den 2010ern nahm die Entwicklung stark an Fahrt auf: In die­ser Dekade waren es 28 Prozent.

«Historisch gese­hen war die Entwicklung von Hochhäusern in gros­sem Massstab meist auf eini­ge weni­ge Megastädte wie New York, Tokio und Shanghai beschränkt», sagt Frolking. «Nun haben wir aber in vie­len Städten und Regionen eine Trendwende hin zu einem höhe­ren Gebäudewachstum beob­ach­tet.» (mai/mgt)

Sourcebaublatt
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