Mittwoch, 17. April, 2024
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Roth Gerüste: Philippe Wingeier folgt auf Walter Fankhauser

Seit Anfang Januar ist Philippe Wingeier als neuer CEO bei Roth Gerüste aktiv. Der 46-jährige Berner Oberländer will die Position des grössten Gerüstdienstleisters der Schweiz weiter festigen. Sein Vorgänger Walter Fankhauser wird sich fortan als Präsident des Verwaltungsrats auf die strategischen Geschicke des Traditionsunternehmens mit Hauptsitz in Gerlafingen (SO) konzentrieren.

Der neue Mann an der Spitze von Roth Gerüste kann für sein Amt auf langjährige Führungserfahrungen bei einem grossen Schweizer Bauunternehmen zurückgreifen: während 18 Jahren war Philippe Wingeier in verschiedenen Kaderfunktionen bei der Frutiger Gruppe tätig, zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung. «Ich schätze mich glücklich, in einem neuen Gewerbe und Umfeld an vorderster Front mitwirken zu können und mich den Herausforderungen, die auf uns zukommen, zu stellen», sagt der neue CEO. Dabei wolle er mit dem bereits Erreichten weiterbauen, aber auch gezielt Akzente setzen, um das Unternehmen in die Zukunft zu führen. Insbesondere im Bereich der Digitalisierung, der Logistik und der Prozessoptimierung sehe er Potenzial, hält der passionierte Freizeitsportler fest.

Junge Menschen erreichen und begeistern

Zu den grössten akuten Herausforderungen zählt Philippe Wingeier den hart umkämpften Markt bzw. die sinkenden Marktpreise und Margen sowie den Fachkräftemangel, der längst auch die Baubranche erfasst hat. Gerade im Bereich Personal sei die bisherige Strategie nach wie vor die richtige. «Wir investieren viel in unsere Mitarbeitenden: fortschrittliche Arbeitsbedingungen und vielfältige Karrierechancen sind bei uns eine Selbstverständlichkeit», betont Wingeier, der eine Lehre als Zimmermann gemacht hat und sich später zum Holz- und Wirtschaftsingenieur FH ausbilden liess. Auch bezüglich Gleichstellung sei das 65-jährige Unternehmen mit zwei Frauen im Topmanagement heute gut aufgestellt.

Obwohl das Unternehmen derzeit 25 Lernende an mehreren Standorten in verschiedenen Berufen ausbildet, gibt es in punkto Nachwuchs Nachholbedarf. Die Ausbildung im Gerüstbau ist bei jungen Menschen noch wenig bekannt und die Nachfrage entsprechend gering. Zu Unrecht: «Wer erst einmal einen Fuss im Gerüstbau hat, den lässt die Passion für diesen vielseitigen Beruf nicht mehr los», zeigt sich Philippe Wingeier überzeugt.

Mit Leidenschaft am Werk

Auch Walter Fankhauser, während 26 Jahren CEO und neu Verwaltungsratspräsident des Unternehmens, misst den Mitarbeitenden eine zentrale Rolle zu. «Wir geben jedem eine Chance, der wirklich will», sagt er. Ein Engagement, das auch die Beratungsfirma EY mit der renommierten Auszeichnung «Entrepreneur of the Year» im Jahr 2009 würdigte. Die Roth Gerüste AG investiere trotz Kostendruck viel Zeit und Geld in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden, hielt die Jury anlässlich der Preisverleihung fest.

Walter Fankhauser, der 1996 in die Firma eingetreten ist, hat das konstante Wachstum des Unternehmens begleitet und Roth Gerüste in die Gewinnzone geführt. Das Unternehmen sei organisch gewachsen; mit den eigenen Leuten und den eigenen Werten. «Wir haben uns immer nach der Kundschaft und ihren Bedürfnissen ausgerichtet», umreisst der langjährige CEO und Mitinhaber die Strategie der letzten drei Dekaden. Walter Fankhauser, der im April 2023 das Pensionsalter erreicht und deshalb die Unternehmensführung in neue Hände gibt, kann auf 10’000-nde Projekte zurückblicken, die er zusammen mit zuletzt 700 Mitarbeitenden realisiert hat. Obwohl jedes dieser Projekte in Umfang und Planung ganz unterschiedlich gewesen sei, habe es immer einen gemeinsamen Nenner gegeben: «In jeden einzelnen Auftrag ist 100 Prozent Leidenschaft geflossen», so Walter Fankhauser.

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