Rüschlikon und Kilchberg sind nicht nur Nachbarn auf der Landkarte – die beiden linksufrigen Gemeinden teilen sich auch ein Wasserreservoir. Dieses bauen sie nun gemeinsam aus.
Mit der Grundsteinlegung hat der Ausbau des Wasserreservoirs Kopfholz begonnen, wie die Gemeinde mitteilt. Im März 2024 hatten die Stimmberechtigten beider Gemeinden dem Kredit für das Projekt zugestimmt. Der Grund für den Ausbau: Das bestehende Reservoir ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Nach dem Umbau wird es für Rüschlikon 1600 und für Kilchberg 2800 Kubikmeter Wasser fassen können – statt bisher 1000 beziehungsweise 1500 Kubikmeter.
Wie eine Operation am offenen Herzen
Trotz Bauarbeiten bleibt die Trinkwasserversorgung durchgehend gesichert. «Das ist eine grosse organisatorische Herausforderung – vergleichbar mit einer Operation am offenen Herzen», sagte der Kilchberger Gemeinderat und Ressortvorsteher Tiefbau und Werke, Cornel Dudle (parteilos), während des Anlasses. Aus diesem Grund erfolgt der Bau in zwei Etappen: Zunächst werden neue Reservoire für Rüschlikon erstellt. Während dieser Phase übernimmt Kilchberg die Versorgung beider Gemeinden. Danach entstehe das neue Reservoir für Kilchberg – dann versorge Rüschlikon die Nachbargemeinde, so die Mitteilung.
Der Ausbau ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Kilchberg und Rüschlikon, des Zweckverbands Seewasserwerk Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg-Langnau (TRKL) sowie des Konsortiums Wasserversorgung Horgen-Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg (HTRK). Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5,8 Millionen Franken. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Ende 2026 geplant.


