Mittwoch, 22. Mai, 2024
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Digitaler Fortschritt als Erfolgsfaktor -Steiner AG

Die Digitalisierung nimmt zunehmend Raum ein. Für die Steiner AG, als einer der Branchenführer und Innovationstreiber der Schweizer Immobilien- und Baubranche, ist sie einer von vielen Wegen, um gemeinsam mit Kundinnen und Kunden die Zukunft zu gestalten.

Enge Zusammenarbeit, zielgerichteter Austausch und effiziente Kommunikation sind seit jeher Erfolgsfaktoren in der Projektarbeit. Die Digitalisierung hebt sie jedoch auf ein neues Level. Alle beteiligten Mitarbeitenden und Partnerinnen und Partner nutzen eine einheitliche Datenbasis und gemeinsame Tools. Alle sind auf dem gleichen Projektstand – zu jedem Zeitpunkt und standortunabhängig. Nicht nur diejenigen, die vom ersten Moment am Projekt beteiligt waren. Auch neue oder nur teilweise am Projekt beteiligte Mitarbeitende verfügen über aktuelle Informationen. Fehler sind ebenso selten wie Leerzeiten. Neue Anforderungen, Anpassungen, Kundenwünsche: Alles fliesst in Echtzeit in das Projekt ein.

«Digitale Tools eröffnen vielfältiges Potenzial von Beginn an – sei es beim Management des Portfolios, bei der Initialisierung des Projekts oder bei der Entwicklung», erklärt Giuseppe Giglio, Chief Digital Officer bei der Steiner AG. «Die cloudbasierte Vernetzung aller Daten und Informationen bieten allen am Projekt Beteiligten einen Überblick von der Strategie bis zur Umsetzung. So können sie schnell auf neue Anforderungen reagieren und eventuell notwendige Anpassungen prüfen.»

Datenplattformen, die allen Akteuren zur Verfügung stehen, tragen zur Steigerung der Transparenz, zur Reduktion von Risiken und zur Verbesserung der Produktivität und Qualität bei. Digitale Tools helfen dabei, Grundlagen zu erarbeiten, Ergebnisse zu dokumentieren und Lösungen abzustimmen. Sie erfassen, analysieren und speichern räumliche Daten und unterstützen damit den Planungsprozess. Oder sie schaffen ein virtuelles, begehbares Modell des künftigen Gebäudes. Augmented und Virtual Reality Tools ermöglichen zudem das Visualisieren des Bauprojekts und seiner Bestandteile.

Digitale Lösungen für den gesamten Lebenszyklus

Für die Steiner AG als einer der Branchenführer und Innovationstreiber der Schweizer Immobilien- und Baubranche ist all dies nur ein Anfang. Denn digitaler Fortschritt beginnt schon lange vor der ersten Skizze und führt weit über den Rückbau der Immobilie hinaus. «Wir wollen digitale Lösungen und Services anbieten, die den gesamten Lebenszyklus von Immobilien abdecken», konstatiert Giglio. «Darüber hinaus wollen wir die Zusammenarbeit und die Produktivität verbessern und dadurch die Realisierung der Projekte beschleunigen. Dabei verfolgen wir auch das Ziel, unsere Partner und Kunden bei der eigenen digitalen Transformation mit unserem Know-how zu unterstützen.» 

Als eines von zahlreichen Beispielen führt Giglio das von der Steiner AG realisierte Glasi-Quartier in Bülach an: «Das städtebauliche Entwicklungsprojekt ist in vieler Hinsicht wegweisend. Alle Planer haben ausschliesslich nach der Open-BIM-Methode gearbeitet. Die Vernetzung über offene Schnittstellen hat es allen Beteiligten erlaubt, eigene fachspezifische Modelle einzusetzen. Erstellt haben sie diese Entwürfe mittels eigener Autorensoftware, wobei der Datenaustausch über den offenen Standard IFC erfolgte, der zur digitalen Beschreibung von Gebäudemodellen entwickelt wurde. Regelmässige Sitzungen mit allen Planern im BIM-Lab vor Ort haben für eine hohe Qualität gesorgt und eine Steuerung der räumlichen Koordination ermöglicht.»

Neben neuester BIM-Technologie kommen im Glasi-Quartier noch weitere zukunftsgerichtete digitale Anwendungen zum Einsatz. So hat ein eigens entwickelter Online-Wohnungskonfigurator die Vermarktung der Eigentumswohnungen im Hochhaus Jade unterstützt. Er ermöglichte es Kaufinteressenten, die Grundrisse sowie die Materialisierung der gewünschten Wohneinheit individuell zu gestalten. Zudem können sich die Käufer, die mittlerweile in die exklusiven Wohnungen eingezogen sind, über ein Zuhause mit moderner Smart-Home-Technologie freuen. 

Neue Massstäbe beim Thema Effizienz

Auch bei der Erstellung von Gebäuden sind digitale Tools längst wesentliche Helfer, um die Effizienz und Transparenz von Projekten zu steigern. Datenbanken mit präzisen Produktangaben erleichtern und beschleunigen die Auswahl von Produkten. Dank digitaler Anwendungen erreichen Materiallieferungen ihr Ziel genau nach Plan. Tools für die Planung des Bauablaufs helfen Kollisionen und Überschneidungen in der Ressourcenplanung zu vermeiden und steigern die Effizienz der Arbeitsabläufe. Digitale Werkzeuge zur Überwachung der Ausführungsqualität, der Inbetriebnahme und bei der Abnahme machen Veränderungen transparent und reduzieren Risiken. 

«Digitale Tools setzen neue Massstäbe nicht nur im Hinblick auf Effizienz und Kostenersparnis», ergänzt Giglio. «Auch bei den Themen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Gesundheit verschaffen sie allen Beteiligten einen entscheidenden Vorsprung. In unseren BIM-Labs an unseren Standorten Zürich und Tolochenaz (VD) arbeiten wir beständig an neuen Wegen, digitale Lösungen und Produkte für den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie zu entwickeln. Darüber hinaus begleiten wir unsere Partner und Kunden bei der eigenen digitalen Transformation. Unsere Serviceleistungen reichen von Training, Mentoring und Coaching bis zur individuellen Expertenunterstützung und Beratung beim gezielten Einsatz digitaler Tools.» 

Wie so etwas aussehen kann, zeigt ein aktuelles Spitalbauprojekt, das Steiner derzeit im Kanton Zürich realisiert. Es umfasst die Modernisierung eines denkmalgeschützten Spitalhochhauses sowie die Erstellung eines Erweiterungsbaus – und dies während der Spitalbetrieb im vollen Umfang weiterläuft. Dieses Projekt legt nicht nur die Basis für eine zukunfts- und tragfähige Spitalinfrastruktur. Es setzt auch im Bereich BIM neue Massstäbe, da es in allen Bereichen von den Vorzügen digitaler Anwendungen profitiert. Sie ermöglichen es, Prozess- und Betriebsabläufe schon im Vorfeld virtuell zu testen und den Anforderungen entsprechend anzupassen. Ein bedeutender Fortschritt für das Gesundheitszentrum – aber auch für die Region und deren Bevölkerung.

Eine Plattform für die Zukunft

«Die Steiner AG nutzt jede Möglichkeit, um die Kollaboration und Produktivität aller an Immobilienprojekten Beteiligten zu verbessern und dadurch die Realisierung von Projekten zu beschleunigen», erklärt Giglio weiter. «Dafür bieten wir digitale Lösungen und Services, die den gesamten Lebenszyklus von Immobilien abdecken. So erstellen wir bei schon bei der Planung einen digitalen Zwilling der Immobilie. Dokumente, Abmessungen und Lage von Bauteilen, Wärme- und Dämmeigenschaften, Sensordaten: Alle gesammelten Informationen fliessen in eine Datenbank ein. Über den Collaboration Room können die Projektbeteiligten Analysedaten, Informationen und Dokumente jederzeit von überall abrufen. Somit sind alle Prozesse durch BIM transparent und nachvollziehbar. Der digitale Zwilling der Immobilie wird so zu einer Plattform für digitales Property Management. Er erleichtert den Betrieb der Immobilie, wie auch ihre Renovation und ihren Rückbau. Denn dadurch wird sie schon bei der Entstehung zu einem wertvollen Rohstofflager zahlreicher Folgeprojekte.»

Digitalisierung ist bei Steiner längst Wirklichkeit und die Implementierung neuester digitaler Technologien schreitet stetig voran. Die Steiner Digital Plattform bildet dafür eine solide Grundlage – für aktuelle wie auch für künftige Entwicklungen. Denn Steiner hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Plattform zu schaffen, die mit den Anforderungen wächst. Eine Plattform, auf der Immobilienunternehmen auf einfache Weise ihr Geschäft miteinander verbinden. Auf der sie Produkte und Dienstleistungen aufbauen und gemeinsam einzigartige und nachhaltige Immobilienprojekte erstellen können. Alle Steiner Produkte sind auf dieses Ziel ausgerichtet und können entweder einzeln oder in Kombination genutzt werden. Das Ergebnis: nachhaltiger Mehrwert und durchgängig effiziente Prozesse.

Bilder: 


Das städtebauliche Entwicklungsprojekt Glasi-Quartier in Bülach umfasst 580 Wohnungen, ein Wohn- und Pflegezentrum und über 20 000 m² Gewerbe- und Dienstleistungsflächen.


Der digitale Zwilling macht die Arbeit für alle Beteiligten transparenter – von der Entwicklung, über die Realisierung bis hin zur Betriebsphase.

Beim Glasi-Quartier haben alle Planer ausschliesslich nach der Open-BIM-Methode gearbeitet, die es allen Beteiligten ermöglichte, eigene fachspezifische Modelle einzusetzen.

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